Serie: Contao für Einsteiger - Teil 1: Was ist Contao?

07.12.2010, 19:05 von Daniel || 3 Kommentare || Mit anderen teilen

Diese Artikel soll Einsteigern und Neulingen den Anfang mit dem Content Management System Contao (TYPOlight) erleichtern. Die ersten Schritte, Contao installieren, Tipps, Tricks und Links runden diesen Überblick ab.

Inhaltsverzeichnis

Teil I:Was ist Contao und was kann es?
Teil II:Hilfe zur Selbsthilfe
Teil III:Contao installieren
Teil IV:Erste Schritte
Teil V:Ein eigenes Layout erstellen
Teil VI:Den Funktionsumfang von Contao erweitern

Was ist Contao?

Contao ist ein seitenbasiertes Content Management System (kurz CMS). Mit Hilfe dessen ist es den Redakteuren einer Webseite möglich, einfach, ohne großen Einarbeitungsaufwand und ohne Installation zusätzlicher Programme, Inhalte zu pflegen. Das bedeutet, dass auch Laien und weniger technisch versierte Redakteure leicht mit dem System umgehen können. Inhalte können Texte, Bilder, Videos aber auch Nachrichtenbeiträge sein.

So viel erstmal dazu. Das liest man in ähnlicher Form auch bei anderen CMS - sei es TYPO3, Joomla oder Drupal. Ein CMS bietet seinen Benutzern also eine einfache, webbasierte Form der Bearbeitung von Webseiten.

Was kann Contao?

Contao ist ein in PHP geschriebenes, hoch flexibles System, welches sich streng an Standards hält und Barrierefreiheit groß auf seine Fahnen geschrieben hat. Es bringt von vornherein alles mit, um sofort nach der Installation los zu legen. Nicht im Core vorhandene Funktionalität kann über zahlreiche Erweiterungen ergänzt werden.

Eines der K.O.-Kriterien für mich ist das Templatesystem. Es ermöglicht einfache und komplexe Änderungen an der Ausgabe des Frontends gleichermaßen. Eine Manipulation der Daten mit PHP ist fester Bestandteil des Konzepts. Mit dem integrierten XHTML- und CSS-Framework bietet es die Möglichkeit, (fast) jedes erdenkliche Layout zu erstellen. Sämtliche Templates sind von der Struktur her von vornherein so angelegt, dass sie ohne Umbau direkt per CSS bearbeitet werden können. Sollte dennoch einmal eine Änderung nötig sein, so können die Templates updatesicher in ein eigenes Verzeichnis kopiert werden, um dort bearbeitet zu werden.

Templates bearbeiten

Die Webseitenstruktur erfolgt über den Seitenbaum. Alle Seiten werden über den Seitenbaum dargestellt. Eine Installation ist Multi-Domain-fähig, d.h. es können mehrere Webseiten (mit Einschränkungen) betrieben werden. Eine Seite kann verschiedene Betriebsmodi haben, z.B. als Startpunkt einer Webseite, als normale Seite oder als 404-Fehlerseite.

Der Seitenbaum

Inhalte werden durch Artikel angelegt, welche in den Seiten spaltenweise abgelegt werden können. Ein Drei-Seiten-Layout ist ohne Probleme möglich. Hinzu kommen die Ausgaben im Header und im Footer. In den Artikeln selbst werden Inhaltselemente angelegt. Diese können normaler Text, Galerien oder Module sein. Flexibilität spielt auch hier eine entscheidende Rolle.

Contao bringt von Haus aus ein Nachrichten-, Event-, FAQ-, Newsletter-, Formular- und Kommentarmodul mit. Eine Erweiterung des Basissystems ist hier also nicht nötig. Diese Module ermöglichen das Anlegen und Betreiben von Archiven. Dadurch ist es möglich, Nachrichten- oder Newsletterarchive Seitenübergreifend seinen Besuchern anzubieten. Die Einbindung ins Layout kann an beliebiger Stelle erfolgen.

Durch den integrierten WYSIWYG-Editor TinyMCE ist die Pflege ohne HTML-Kenntnisse möglich. Text schreiben, markieren und einen Link daraus machen kann wirklich jeder. Systemweit stehen verschiedenste Platzhalter, die Inserttags, zur Verfügung. Sie können im Editor, in den Templates, in Modulen oder in den Formularen eingesetzt werden.

Das Inhaltselement Text mit TinyMCE

Eine Live-Demo des Systems könnt ihr euch hier ansehen.

Gibt es Schwächen oder Nachteile?

Ja. Ein vielfach gewünschtes Feature, welches das Bearbeiten von Inhalten deutlich vereinfachen würde, ist das Frontend-Editing, welches (noch) nicht umgesetzt wurde. Ob es jemals offiziell implementiert wird, steht in den Sternen, allerdings kann es über eine Erweiterung nachgebildet oder selbstgebaut werden.

Ein weiterer Knackpunkt, meiner Meinung nach, ist die derzeitige Multi-Domain-Fähigkeit. Es fehlt eine klare Abgrenzung der Webseiten. So ist es beispielsweise möglich, mit den oben genannten Inserttags auf Inhalte anderer in der Installation verwalteter Webseiten zuzugreifen. So lässt sich diese Funktion nur sinnvoll nutzen, wenn ein Betreiber mehrere Seiten verwaltet, jedoch nicht mehrere Betreiber mehrere Seiten.

Von meiner Seite aus unglücklich ist auch die Umsetzung der Mehrsprachigkeit. Eine weitere Sprache muss als neuer Seitenbaum angelegt werden. So lassen sich zwar für jede Sprache individuelle Inhalte anlegen; diese müssen jedoch etwas aufwendig in mehreren Seitenbäumen gepflegt werden. Intuitiver wäre eine Sprache im selben Seitenbaum zu pflegen - so wie es bei TYPO3 der Fall ist.

Im nächsten Teil gebe ich Tipps und Hinweise zur Selbsthilfe, wenn es mal irgendwo klemmen sollte. Wenn ihr noch Anmerkungen zu dem oben Geschriebenem habt, dann hinterlasst einfach Kommentare...

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Daniel Erlinger, als selbstständiger Webdesigner über die Themen Webdesign, Contao, Shopsysteme, Kreatives, Neues und alles, was sonst noch dazu passt.

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