Serie: Contao für Einsteiger - Teil 4: Erste Schritte

08.02.2012, 16:50 von Daniel || 0 Kommentare || Mit anderen teilen

Im dritten Teil des Tutorials ging es darum, Contao zu installieren. Der nächste Schritt ist also nun, sich intensiver mit dem Administrationsbereich - dem Backend - zu beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

Teil I:Was ist Contao und was kann es?
Teil II:Hilfe zur Selbsthilfe
Teil III:Contao installieren
Teil IV:Erste Schritte
Teil V:Ein eigenes Layout erstellen
Teil VI:Den Funktionsumfang von Contao erweitern

Erste Schritte

Der Login

In den Administrationsbereich - von nun an Backend genannt - gelangt man immer über den Aufruf des Unterverzeichnisses /contao/, z.B. www.meine-domain.de/contao/. Ist Contao in einem Unterverzeichnis installiert, muss der Pfad logischerweise mit angegeben werden.

Nach der erfolgreichen Eingabe wird man vom Startbildschirm erwartet.

Der Contao-Startbildschirm

Dieser untergliedert sich in zwei Spalten, der linken mit dem Menü und der rechten mit dem Inhalt.

Inhalte

Im Contaoischen Universum wird stets zwischen Containern und Inhaltselementen unterschieden. Dies zieht sich durch alle Bereiche.

Betrachten wir dabei den Menüpunkt Artikel. Auf jeder Seite können mehrere Artikel platziert werden. Das sind die angesprochenen Container. Jeder Artikel wiederum kann eine beliebige Anzahl in Texten, Bildern, Modulen etc. beinhalten. Diese werden dementsprechend Inhaltselemente genannt.

Ein Artikel und seine Inhaltselemente

Um dieses Prinzip zu verinnerlichen bietet es sich an, sich in einer Testinstallation oder der offiziellen Demo zu bewegen.

Bei den in der Grundinstallation integrierten Modulen Nachrichten, Events, FAQ, Newslettern oder dem Formulargenerator verhält es sich ähnlich. Hier spricht man von Archiven (den Containern) und Einträgen (den Inhaltselementen). Auch hier können beliebig viele Archive mit beliebig vielen Items angelegt werden.

Dahinter steht die Idee einer gewissen Grundordnung, die ich persönlich sehr schätze. Artikel werden direkt über den Seitenbaum (später dazu mehr) verwaltet, News oder Events zentral über die jeweiligen Archive. Dies sorgt für eine aufgeräumte und strukturierte Arbeitsweise.

Die Seitenstruktur

Wie ich bereits im ersten Teil der Serie schrieb, ist Contao ein Seitenbasiertes CMS. Alle Seiten, ihre Rangfolge und ihre Verschachtelung werden über die Seitenstruktur organisiert.

Einstellungen zu den einzelnen Seiten, aber auch die Bearbeitung der in der Seite befindlichen Artikel können hier erledigt werden.

Themes

Seit Contao 2.9 gibt es Themes. Gerade was die Organisation von mehreren Webseiten in einer Contao-Installation angeht, ist dieses Feature eine große Hilfe. In den Themes werden die zur jeweiligen Webseite benötigten Stylesheets, Module oder Layouts verwaltet.

Ein Theme kann auch ex- und importiert werden. So lassen sich beispielsweise gekaufte Layouts samt ihrer dazugehörigen Dateien mit wenigen Klicks einbauen. Eine vorhandene Webseite erhält so in einigen Sekunden ein neues Aussehen.

Contao bietet seit jeher die Möglichkeit, seine Stylesheets im Backend zu pflegen. Dies hat zwei große Vorteile. Zum einen lassen sich diese komprimiert an den Browser schicken, was einiges an Bandbreite sparen kann. Zum anderen kann man CSS-Variablen benutzen, die - geschickt eingesetzt - für eine deutliche Arbeitserleichterung sorgen.

Module werden zur Ausgabe von Erweiterungen im Frontend genutzt. Die von Contao mitgelieferte Standarderweiterung Nachrichten zum Beispiel hat zwei Module. Eine Nachrichtenliste, die die Teaser ausgibt. Und einen Nachrichtenleser, der den News-Artikel vollständig anzeigt. Module können als fester Bestandteil eines Seitenlayouts oder in einem Artikel als Inhaltselement eingebunden werden.

Betrachten wir nun die Seitenlayouts. Hier wird die Struktur der Webseite festgelegt. Wieviele Spalten soll es geben? Gibt es einen Header oder einen Footer. Welcher Inhalt oder welches Modul soll an welcher Stelle ausgegeben werden? Darüber hinaus bietet ein Seitenlayout auch Grundeinstellungen wie den HTML-Doctype oder das einbinden von Skripten.

Das Seitenlayout

Erweiterungen

Contao bringt von Haus aus einiges an Funktionalität mit sich. Dennoch stehen zahlreiche Erweiterungen zur Verfügung, um den Funktionsumfang auszudehnen. Diese können über den Menüpunkt Erweiterungskatalog gesichtet werden. Um die richtige Erweiterung zu finden, helfen eine Volltextsuche oder verschiedene Filter weiter.

Welche Extensions installiert sind, lässt sich über die Erweiterungsverwaltung heraus finden. Updates werden direkt hier vorgenommen, ohne erst umständlich etwas herunterladen, entpacken und wieder hochladen zu müssen.

Von Mitgliedern und Benutzern

Anfangs verwirrt die Unterteilung vielleicht ein wenig. Wo ist der Unterschied zwischen den Bezeichnungen?

Mitglieder können sich nur über das Frontend anmelden und haben dort Zugriff auf einen geschützten Bereich, den normale Besucher ohne Anmeldung eben nicht haben. Benutzer haben Zugriff auf das Backend und können Inhalte verwalten.

Sowohl Mitglieder als auch Benutzer können in Gruppen eingeteilt werden, in denen die Zugriffsrechte bis auf's kleinste geregelt werden. Je nach Anforderung eben.

Allgemeine Prinzipien und Symbole

Die Arbeitsweise ist in Contao immer dieselbe. Egal in welchem Modul man sich gerade befindet, Symbole, Anordnungen und Arbeitsweise bleiben stets gleich. So werden für die gleichen Aufgaben immer auch die gleichen Symbole verwendet.

Die grundlegendsten davon sind:

Bleistift Element bearbeiten
Plus Element duplizieren
Plus Element inkl. Unterelementen duplizieren
Pfeil Element verschieben
Kreuz Element löschen
Auge Sichtbarkeit des Elements ändern
Info Informationen über das Element anzeigen
Plus Neues Element nach diesem Element einfügen

Wie oben schon geschrieben, gibt es an jeder Stelle im Backend immer das Container-Element-Prinzip. Dieses zieht sich, ebenso wie die gleichen Symbole, wie ein roter Faden durch.

Fortsetzung folgt

Nachdem die Basics nun abgehandelt sind, Contao erfolgreich installiert wurde und erste Schritte im Backend unternommen wurden, dreht sich der nächste Teil der Serie um das erste eigene Layout.

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Daniel Erlinger, als selbstständiger Webdesigner über die Themen Webdesign, Contao, Shopsysteme, Kreatives, Neues und alles, was sonst noch dazu passt.

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